Literatur am Dom 2026
Literaturfestival
25. – 28. Juni 2026 | Altenberg
Literatur am Dom 2026 bringt vom 25.-28. Juni Bücher ins Bergische Land. Kristof Magnusson, Anja Kampmann und Leonie Swann lesen im Schatten des Altenberger Doms. Hanns-Josef Ortheil eröffnet das Festival am Donnerstag, den 25. Juni.
Bereits zum fünften Mal findet vom 25. bis 28. Juni 2026 Literatur am Dom – Literatur Live! statt. Auch dieses Jahr bringen Denis Scheck und Karin Graf wieder Weltliteratur an einem der romantischsten Orte Deutschlands: Der Altenberger Dom, mitten im Bergischen Land vor den Toren Kölns, ist die Heimat des Literaturfestivals. Durch das Programm führen Bettina Böttinger, Sabine Küchler und Denis Scheck.
Die Eröffnungslesung am Donnerstagabend führt zunächst in das nahegelegene Wuppertal: Hanns-Josef Ortheil nimmt das Publikum mit ›Schwebebahnen‹ mit in eine Kindheit in den 1950er-Jahren und die Erfahrungswelt eines begabten Jungen im damaligen Westdeutschland.
Den Dingen in der Schwebe im Zentrum des Romans wird am Freitag noch einmal beim Lesedinner mit Hanns-Josef Ortheil nachgespürt. Der Freitagabend beginnt mit Anja Kampmann und einem Blick in die noch weiter zurückliegende deutsche Vergangenheit. Ihr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierte Roman ›Die Wut ist ein heller Stern‹ erzählt den aufsteigenden Faschismus der in den 1930er-Jahren aus der Sicht einer Varietétänzerin. Ein tierisches Abenteuer formt den Abschluss des Leseabends: Leonie Swann kehrt mit ›Widdersehen‹ zurück ins vertraute Glennkill, wo Schafe Kriminalfälle aufklären und eine Herde ihre verschollene Hirtin rettet.
Am Samstag tritt die Erkundung der Vergangenheit über die ehemalige innerdeutsche Grenze. Am Nachmittag liest DDR-Chronist Christoph Hein aus ›Das Narrenschiff‹, in dem er Geschichte intim erfahrbar macht und Machtwirkung des Regimes in den zwischenmenschlichen Beziehungen nachvollzieht. Mit Helga Schubert bleiben wir am Samstagabend beim Alltag in der DDR, geprägt von Sehnsucht und Fernweh, Aufbruch und Abschied, von Diktatur und innerer Freiheit, lakonisch erzählt in ihren in ›Luft zum Leben‹ gesammelten Geschichten.
Kristof Magnussons neuer Roman, mit dem der Festivalsonntag beginnt, greift die Idee der literarischen Zeitreise auf: In ›Die Reise ans Ende der Geschichte‹ wird ein Dichter am Anfang der 1990er Jahre zum Spion und nimmt das Publikum mit in eine Zeit voller Optimismus und politischer Weichenstellungen, die bis heute nachwirken. Nora Gomringer begibt sich mit ihrem Roman ›Am Meerschwein übt das Kind den Tod‹ auf eine innere Expedition hin zu ihrer 2020 verstorbenen Mutter. Zum Festivalabschluss macht Nino Haratischwili einen Abstecher ins Georgien der 1980er-Jahre: ›Das mangelnde Licht‹ erzählt von historischer und sexualisierter Gewalt, aber auch von Freundschaft und Leichtigkeit im Leben der vier Frauen, die sie gemeinsam erleben und erinnern.
Tickets unter: www.literatur-am-dom.de
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25. – 28. Juni 2026